Feedback

 

Presseartikel Offenbach Post vom 23.05.08

Freude an Gartenkunst und Kunst im Garten
" Offene Gärten" am Sonntag in Rodgau

Rodgau (kajo) - Morgen, Sonntag, präsentieren sich den Gartenfreunden in Rodgau acht Privatgärten und dazu neun Künstlerinnen mit ihren Werken. In England, den Niederlanden und in Norddeutschland haben "Offene Gärten" eine lange Tradition, in Rodgau wird dieser Brauch nun auch gepflegt. Im Jahr 2005 hatten bereits eine Reihe von Gartenbesitzern in Nieder-Roden die Türen zu ihren Gartenparadiesen für Besucher geöffnet.

Karin Köhler aus Jügesheim hat die Idee zu den "Offenen Gärten" aus England (das sie schon etwa 30 Mal bereiste) mitgebracht und über die Presse um Gleichgesinnte geworben. Weitere sieben Rodgauer Gartenbegeisterte sind nun bereit, Flora-Fans einen Einblick in ihr Blütenreich zu gewähren.

Darüber hinaus werden diesmal auch künstlerische Arbeiten ausgestellt. Irma Beyerle hatte den Gedanken, Gartenkunst und Kunst im Garten zu verbinden. Sie gewann vor allem Mitglieder des Heusenstammer Künstlervereins für ihr Vorhaben, nachdem Rodgauer Künstler kein Interesse zeigten.

Der Reihenhausgarten von Karin Köhler zeigt Einflüsse von englischem Gartendesign: Die Fläche (200 m²) ist durch Bäume, Buchs- und Eibenhecken strukturiert. Ohne Zaun geht dieser Garten direkt in das Nachbargrundstück der Familie Szwerinski über, wo eine große Kiwipflanze am Spalier rankt. Englisch inspiriert ist auch der große, alte Garten von Jutta und Norbert Koser; zahlreiche Objekte von Gießkannen bis zur Zinkbadewanne erzählen von der Sammelleidenschaft seiner Besitzer.

An Wohlgerüchen erfreut sich die Familie Gross in Nieder-Roden fast das ganze Jahr. Die Duftpflanzen sind so ausgewählt, dass die Nase vom Jahresanfang bis zum Herbst stets etwas zu schnuppern hat. Die Blüten der holländischen Blumengemälde des 17. Jahrhunderts sind hier in natura zu bewundern.

An den Fernen Osten erinnert der Garten der Familie Bergmann in Weiskirchen mit Bambuszaun, Gräsern und einem Wasserlauf wie in Japan. Japanflair ist auch bei der Familie Grell in Jügesheim zu spüren. Auf einer kleinen Fläche von sieben mal neun Metern haben Grells auch eine große Holzterrasse und einen Teich untergebracht, ohne dass sie sich beengt fühlen. Ihr Garten ist pflegeleicht - ideal für Menschen, die nicht viel Zeit zur Gartenarbeit haben.

Einen gemütlichen Reihenhausgarten mit vielen Kübelpflanzen zeigt die Familie Kern an der Langen Straße. Kurzfristig ist zur Aktion "Offene Gärten" noch ein weiterer Garten dazugekommen: Die Familie Jaberg in Dudenhofen hat einen großen Wohngarten mit alten Bäumen, Teich und Wasserlauf.

Als Künstlerinnen dabei sind Irma Beyerle, Doris Boes, Astrid Burkart, Andrea Leitold, Uta Mosler, Irene Rekus, Christel Rukwied, Renate Schneider und Gudrun Wulf.

zurück